Aktuell Informativ Meinungsbildend NATUR UND UMWELT
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25. März 2022

 

Der Maulwurf – Verkannter Freund des Gärtners

 

Den fleißigen Buddler schätzen lernen

 

Region Weser-Mitte – Der Boden lebt! So mancher Gartenfreund hat dies schon als unangenehm empfunden: Innerhalb weniger Stunden türmen sich plötzlich Erdhaufen auf dem wohlgepflegten Rasen. Verursacher ist der Maulwurf. Im Frühjahr sind die Tiere besonders aktiv, denn nun erneuern sie ihre unterirdischen Gänge. Da sie viele Schädlinge vertilgen, seien sie trotz aller Wühlerei sehr nützlich im Garten, erklärt Leonie Jordan von der NABU Regionalgeschäftsstelle Weser-Mitte.

 

Viele Gartenbesitzer greifen bei „Maulwurfbefall“ zu drastischen, aber unerlaubten Mitteln, um den unerwünschten Bewohner zu vertreiben. „Der Maulwurf gehört nach Bundesartenschutzverordnung zu den besonders geschützten Tierarten und darf nicht verfolgt und getötet werden“, betont Jordan. Auch wenn es Maulwurfsfallen im Gartenhandel gebe, dürften diese nicht eingesetzt werden. „Das ist ähnlich wie bei den Radarwarngeräten für Autos. Kaufen darf man sie, aber nicht einsetzen“, so die NABU Mitarbeiterin.

 

Der tag- und nachtaktive Maulwurf ist ein reiner Fleischfresser. Er schädigt auch keine Pflanzen, indem er deren Wurzeln anknabbert, wie so mancher meint. Der bis zu 17 Zentimeter große, walzenförmige Einzelgänger lebt fast ausschließlich unterirdisch. Ein weit verzweigtes Röhrensystem mit einer Größe von bis zu 3.000 Quadratmetern dient als Jagdrevier.

 

Bei der Nahrungssuche helfen dem fast blinden Maulwurf ein hervorragender Tast- und Geruchssinn sowie ein ausgezeichnetes Gehör. „Eine Insektenmade, die in einen Maulwurfsgang fällt, macht für ihn ein lautes Geräusch“, erklärt Leonie Jordan, „wie eine U–Bahn fährt der schwarze Wühler dann durch seine Tunnel und frisst den Eindringling.“ Zum Speiseplan des Maulwurfs gehören eine Menge Tiere, die in Gartenbeeten mehr Schäden anrichten würden als dessen Wühlarbeit: Schnecken und ihre Eier, Engerlinge und Insektenlarven – davon bis zu 36 Kilogramm pro Jahr. Außerdem vertreibe er Wühlmäuse aus seinem Revier.

 

Der Maulwurf gräbt von seinem Hauptnest aus je nach Beutevorkommen ständig neue Röhren. In einer einzigen Nacht kann er Tunnel von fast 100 Metern Länge anlegen. Dabei setzt er seine Vorderbeine ein, die zu mächtigen Grabschaufeln umgewandelt sind. Mit den scharfen Krallen seiner fünf ‘Finger‘ kratzt er Erde auf und drückt sie dann mit den breiten Handflächen an den Röhrenwänden fest. Häuft sich zu viel Erde an, gräbt das Tier einen Gang an die Oberfläche und befördert diese durch kräftige Stöße mit dem Kopf nach draußen.

 

Die so entstehenden Maulwurfshügel dienen auch der Belüftung des Gangsystems. Deshalb nützt es wenig diese flach zu klopfen – der Maulwurf muss dann zwangsweise neue Hügel aufwerfen. Außerdem hilft die Wühlarbeit dem Gärtner das Erdreich aufzulockern. Darüber hinaus wirken die unterirdischen Röhren auch als natürliche Drainage. Nicht zuletzt gilt die Erde von Maulwurfshügeln als samenfreie Anzuchterde für Blumenkästen.

 

Quelle: NABU Regionalgeschäftsstelle Weser-Mitte

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Der zweite Teil der Raubtier-Doku handelt von der Cleverness und sozialen Fähigkeiten von Löwen und Hyänen. „Es geht nicht darum, wer hier gescheiter ist – ein Löwe, oder eine Hyäne. Es geht darum, dass beide auf ihre eigene Art und Weise clever sind“, so Wildtierexperte Richardson.

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