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9. April 2021 | Vögel

 

NABU: Glücksboten beim Nestbau unterstützen

 

Schon über 4.900 „Schwalbenfreundliche Häuser“ in Niedersachsen

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Hannover – Eine Kaltfront zieht derzeit über Niedersachsen, dennoch sind auch hier schon bald weitere Schwalben zu erwarten, die aus ihrem Winterquartier in Afrika zurückkehren. Leider werden die fliegenden Glücksboten von Jahr zu Jahr weniger. Ein Lichtblick: Immer mehr Hausbesitzende setzen sich für den Schwalbenschutz ein.

 

Besondere Aufmerksamkeit erregte die Rauchschwalbe bereits bei der zurückliegenden ersten öffentlichen Wahl zum „Vogel des Jahres“ 2021: Hier wurde sie nach dem Rotkehlchen glückliche Zweite. Seit längerem schon sind Rauch- und Mehlschwalben aber dafür bekannt, in ihrem Bestand stark abgenommen zu haben. Waren beide Arten jahrhundertelang ganz selbstverständliche Mitbewohner in unseren Dörfern und Städten, gehen gerade hier die für sie geeigneten Nistmöglichkeiten immer mehr zurück und sind die Vögel immer seltener am Himmel zu beobachten. In Niedersachsen ist die Rauchschwalbe gefährdet, die Mehlschwalbe steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste Niedersachsens und Bremens. Der Bestand der Rauchschwalben ist seit 1985 von 200.000 Paaren auf 105.000 Paare gesunken, der Mehlschwalbenbestand sank von 100.000 Paaren auf nur noch 80.000.

 

Erste Rauchschwalben sind seit Ende März bereits zurückgekehrt, Mehlschwalben folgen in der Regel ab Mitte April. „Nun besteht also wieder die Gelegenheit, den Sommerboten mit Nisthilfen, Lehmpfützen und insektenreichen Gärten zu helfen“, ruft Matthias Freter vom NABU Niedersachsen dazu auf, den Schwalben unter die Flügel zu greifen. „Im vergangenen Jahr 2020 haben erneut über 400 Naturfreundinnen und -freunde den Schwalben mit Nisthilfen eine sichere Heimat geboten, insgesamt wurden in Niedersachsen damit bereits über 4.900 ‚Schwalbenfreundliche Häuser‘ ausgezeichnet.“ Die Kulturfolger fühlen sich in einer von Menschen geprägten Umgebung grundsätzlich wohl, dennoch ist es notwendig, ihnen gute Nisthilfen und -bedingungen anzubieten, da natürliche Brutstandorte mittlerweile selten geworden sind.

 

Brutplätze sind schwer zu finden
Die Mehlschwalbe, erkennbar an ihrem leuchtend weißen Bürzel und Bauch sowie dem tief gekerbten Schwanz, ist vor allem Stadtbewohnern wohl bekannt: Sie baut ihre fast geschlossenen Nester an rau verputzte Hauswände oder unter geschützten Dachvorsprüngen. Dabei nutzen Schwalben als ortstreue Tiere gerne alte vorhandene Nester und bessern sie mit frischem Lehm wieder aus. In Städten fehlen jedoch oft Lehmstellen als Baugrundlage. „Offene, feucht gehaltene Bodenstellen helfen den Schwalben, ihre alten Nester zu ersetzen“, erklärt Freter. „Wo dies nicht möglich ist, können unter Vorsprüngen in mindestens 2,5 Meter Höhe Kunstnester angebracht werden.“

 

Rauchschwalben, die über ihre braunrote Färbung von Kehle und Stirn sowie dem metallisch glänzenden Gefieder gut erkennbar sind, fühlen sich eher in ländlichen Regionen wohl und bevorzugen Balken oder Mauervorsprünge in Ställen, Scheunen oder Carports. Leider bleiben die notwendigen Einflugluken nach Renovierungen zunehmend verschlossen oder sind bei Neubauten gar nicht erst vorhanden. „Viele Lager und Ställe müssten zumindest in der warmen Jahreshälfte nicht komplett verschlossen sein, eine Einflugluke reicht Rauchschwalben bereits aus. Außerdem gefährden sie unsere Gesundheit nicht und sind Vertilger lästiger Fliegen und Mücken“, erläutert Matthias Freter.

 

Schwalben kann geholfen werden
Wer Garten, Hof oder Wiese besitzt, kann zur Unterstützung des Nestbaus Lehmpfützen anlegen. Rauch- und Mehlschwalben formen aus Lehm, Ton oder schlammiger Erde mithilfe ihres Speichels kleine Kügelchen, aus denen sie neue Nester bauen oder alte Nester ausbessern. Schon im April bietet es sich an, die Lehmpfützen anzulegen und über den ganzen Sommer hinweg feucht zu halten.

 

Mit der Aktion „Schwalbenfreundliches Haus“ hofft der NABU Niedersachsen auch in Zukunft dazu beizutragen, die Akzeptanz für Schwalben und ihre Nester in der Nähe des Menschen zu erhöhen sowie bestehende Quartiere zu erhalten und neue zu schaffen. „Menschen, die sich für Schwalben engagieren und an ihren Häusern dulden, können sich jederzeit für die Auszeichnung mit einer Plakette und Urkunde ‚Schwalbenfreundliches Haus‘ bewerben, ganz gleich, ob es sich bei dem Gebäude um ein Wohnhaus, Hotel, Bauernhof oder Fabrikgebäude handelt“, lädt Matthias Freter Interessierte zur Teilnahme ein.

 

Hintergrund „Schwalbenplakette“
Wer den Schwalben in Niedersachsen ebenfalls Unterschlupf gewährt und Interesse an der Auszeichnung hat, der kann sich beim NABU melden. Per E-Mail oder Post kann man sich mit einem ausgefüllten Antrag für die beliebte Plakette bewerben. Diesen kann man entweder im Internet unter
www.NABU-niedersachsen.de/schwalben herunterladen oder einfach beim NABU Niedersachen per Mail unter info@NABU-niedersachsen.de anfordern.


Auch ein kleines Info-Paket, bestehend aus einer umfangreichen Bauplansammlung für Nisthilfen aller Art sowie der reich bebilderten Broschüre „Vögel im Garten“, kann gegen Einsendung von 5 Euro angefordert werden beim NABU Niedersachsen, Stichwort „Vögel im Garten“, Alleestr. 36, 30167 Hannover.

 

Der NABU zeigt mit einer kostenfrei nutzbaren Grafik auf www.NABU.de/schwalbenjahr, wie das Jahr der Schwalben aussieht.

 

Zum Vormerken: „Stunde der Gartenvögel“, NABU-Vogelzählaktion vom 13. bis 16. Mai 2021

Eine Stunde lang vom Fenster oder Balkon aus, auf der Terrasse, im Garten oder im Park die Vielfalt der Vogelwelt beobachten, die Vögel notieren und melden. Alle Infos online unter www.stunde-der-gartenvoegel.de.

 

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Quelle: NABU Niedersachsen

FREIANZEIGE

Jetzt geht es los! 

Freiwilligendienst im Partner-Biosphärenreservat in Peru

Foto: BIOAY SERNANP, Peru

Junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren können sich ab sofort für den Freiwilligendienst „weltwärts“ anmel-den, der im BIOAY, dem neuen Partner-Biosphärenreservat des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Peru, geleistet werden kann. Ein einjähriger Einsatz ist schon ab 2021 möglich – Kurzentschlossene können sich bis zum 15. Juli bewerben.

Mehr Informationen
Freiwilligendienst in Peru.pdf
PDF-Dokument [231.9 KB]

Von der Uni ins UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Foto: Mechthild Winheim

In diesem Jahr absolvieren junge Menschen das Umweltpraktikum der Commerzbank beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V. Sie unterstüt-zen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins und der Hessischen Biosphärenreservatsverwaltung bei den unterschiedlichsten Projekten – zum Beispiel beim Erstellen der neuen Ausstellung. Auch 2022 sind wieder zwei Praktikumsplätze zu vergeben.

Mehr Informationen
Umweltpraktikum Rhön.pdf
PDF-Dokument [231.4 KB]

Der Umwelt auf der Spur

Freiwilliges Ökologisches Jahr im Biosphärenreservat Bliesgau

Am 1. September beginnt das Frei-willige ökologische Jahr im Saarland.
In der Geschäftsstelle des Biosphären-zweckverbands Bliesgau erhalten junge Menschen die Möglichkeit, sich für Umwelt, Naturschutz & Nachhaltigkeit zu engagieren.

Mehr Informationen
Aufruf_FÖJ21.pdf
PDF-Dokument [204.8 KB]

Sommercamp der NAJU 

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Vom 25. bis 30. Juli findet das Sommer-camp der Naturschutzjugend (NAJU) Hessen statt. Das Camp wird auf dem Zeltplatz Kammerforst in Weilrod aufgeschlagen. Teilnehmen können Jugendliche ab 12 Jahren. Sie erwartet an den 6 Tagen ein buntes Programm.

Die Durchführung der Freizeit findet unter Beachtung der gültigen Bestim-mungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie statt. Wir unternehmen alle notwendigen Maßnahmen, um die Gesundheit und das Wohlergehen aller Beteiligten zu gewährleisten. Der Teilnehmerbetrag für die Freizeit inkl. Unterkunft und Verpflegung beläuft sich auf 150 €. Zur Anmeldung sowie weitere Informationen:
http://www.NAJU-Hessen.de

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Feldbotanik
Basiswissen Lebensräume
Ruderalvegetation, Säume und Äcker
26. & 27. August 2021
Wetzlar und Umgebung
Programm & Anmeldung
N182_2021_Feldbotanik.pdf
PDF-Dokument [246.6 KB]

Biologische Vielfalt bestimmen -Arten erkennen

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Programm & Anmeldung
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Mittwoch | 7. Juli | 20:15 Uhr
Orang-Utan Weibchen hinter Gittern im Pata Zoo in Bangkok, Thailand © Terra Mater / Aaron Gekoski

Das lustige Selfie mit einem niedlichen Orang-Utan, ein scheinbar harmloses Erinnerungsfoto an den Südostasien-Urlaub. Was die wenigsten ahnen: Dahinter steckt oft ein knallhartes Geschäftsmodell krimineller Tier-
händler und unsägliches Leid für die Menschenaffen. Der renommierte Umweltfotograf Aaron Gekoski begibt sich für diese bewegende “Terra Mater“-Dokumentation auf die Spur der illegalen Netzwerke.
Mehr Infos

Pandas hautnah

in der Reihe Terra Mater

Mittwoch, 14. Juli um 20:15 Uhr 

Dokumentation

© Terra Mater Factual Studios / Mark Fletcher Production / Jacky Poon

Pandas gelten als gefährdete Tierart und es gelingt ihnen nur selten, sich in Gefangenschaft natürlich fortzupflan-zen. Das Wolong Panda Zentrum hat ein innovatives Wiederansiedlungs-Programm entwickelt, bei dem Pandas im Zucht- und Forschungszentrum geboren werden, aber unter natürlichen Bedingungen und ohne engen Kontakt zum Menschen aufwachsen.

Deutsche TV-Premiere

Tierisch gute Eltern

in der Reihe Terra Mater

Mittwoch, 21. Juli um 20:15 Uhr

Dokumentation

© Terra Mater Factual Studios / Beverly Joubert

Familiengründung und Kindererziehung ist selbst für uns Menschen eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Die freie Natur fordert von ihren Bewohnern noch mehr. Sei es unter Wasser, in verbor-genen Felsspalten oder in den hohen Baumwipfeln der Urwaldriesen von Borneo.

Erstmals bei ServusTV

Wilde Tiere an der Leine

in der Reihe Terra Mater

Mittwoch, 28. Juli um 20:15 Uhr

Dokumentation

© Svenja und Ralph Schieke, MacroTele-Film / doclights / NDR Naturfilm

In Niedersachsen erstreckt sich die Leine durch eine abwechslungsreiche Landschaft. Sie durchfließt Wiesen und Felder, Teiche und Wälder. Für zahl-reiche Tier- und Pflanzenarten bietet die Region wichtige Rückzugsgebiete. So begleitet der Dokumentarfilm Wild-schweinrotten durch ihr Revier und zeigt Feuersalamander während ihrer nächtlichen Wanderung an die Laich-gewässer sowie bei der Geburt ihres Nachwuchses.

Wunderwelt Wiese
Fotowettbewerb des LIFE-Projekts gestartet – Mitmachen lohnt sich
 
Was lebt auf und von der Wiese? Mit diesem Thema sollen sich Hobby- und Profifotografen ab sofort für den Foto-wettbewerb „WiesenLEBEN“ des LIFE-Projekts Rhöner Bergwiesen auseinan-dersetzen. Gesucht werden Aufnahmen von großen und kleinen tierischen Be-wohnern, von Blumen, Blüten, Kräutern und Gräsern, die alle zusammen einen ganz eigenen Mikrokosmos bilden.
Küchenschellen Nüsttal © Kristine Schmitt
Teilnahmebedingungen und weitere Hinweise für die Teilnahme abrufbar unter www.rhoener-bergwiesen.de.
Einsendeschluss: 30. September 2021
Expedition Erdreich
© BMBF/ExpeditionErdreich
 
Deutschland buddelt – mit Teebeuteln den Boden erforschen
 
Expedition Erdreich ist die bundesweite Citizen-Science-Aktion im Wissen-schaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie. Jeder und jede kann sich daran beteili-gen, um Daten über die Bodengesund-heit und den Zustand der Böden zu sammeln – ganz einfach mit Tee-beuteln. Grundlage für die Aktion
ist der sogenannte Tea-Bag-Index, der die Zersetzungsrate der Teebeutel im Boden beschreibt. Zusammen mit einigen weiteren Angaben können die Bürgerwissenschaftler/-innen so mehr
über die wichtigsten Bodeneigen-schaften herausfinden und dazu bei-tragen, unsere Böden in Zukunft gewinnbringender und nachhaltiger zu nutzen. Start der Aktion ist im April 2021. Weitere Informationen gibt es unter expedition-erdreich.de.

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2020: ein Jahr der Extreme. Die welt-weite Corona-Pandemie hält uns in Atem. Doch es gibt mehr, dass das gesamte Leben auf der Erde bedroht. Waldbrände, Hitzerekorde, schmelzen-de Polkappen, ... - extreme Wetterer-eignisse sind inzwischen an der Tagesordnung. Wir laden zum spannenden Vortrag mit Dr. Thomas Henningsen ein. Der einstündige Livestream fand am 12.11.2020 statt und ist weiterhin auf Youtube zu sehen:

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