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27. August 2020 | Artenschutz & Gartenvögel

 

Wohin sind unsere Vögel verschwunden? 

 

NABU Hessen erklärt, warum gerade so wenige Vögel gesehen werden

 

Wetzlar – Nach der turbulenten Zeit der Jungenaufzucht ist jetzt im Spätsommer in vielen heimischen Gärten Ruhe eingekehrt. Doch viele Gartenbesitzer*innen sind durch eben diese Ruhe verunsichert. Das morgendliche Konzert der Vögel ist verstummt und viele Menschen fragen sich, was aus ihren Gartenvögeln geworden sein könnte. 

 

Auch beim NABU häufen sich die Anrufe besorgter Vogelfreund*innen. Dabei gibt es für dieses Phänomen eine einfache Erklärung: „Der Gesang der Vögel hat zwei Funktionen: einen Partner anzulocken und das Brutrevier zu markieren“ erklärt Gerhard Eppler, Vorsitzender der NABU Hessen. Entsprechend haben die Vögel außerhalb der Brutzeit keine Notwendigkeit zu singen. Denn sobald die Jungen bei den meisten Arten ab Mitte Juli das Nest verlassen, müssen die Eltern ihr Territorium nicht weiter verteidigen und "haben frei". Jetzt noch vehement das Revier mit Gesang zu verteidigen würde bloß unnötig Fressfeinde auf die Vögel aufmerksam machen. Es besteht also kein Grund zur Sorge – diese Änderung im Verhalten ist normal!

 

Doch unsere Gartenvögel haben noch einen weiteren Grund sich derzeit rar zu machen: Nachdem die Jungenaufzucht beendet ist, beginnt bei den meisten Arten die Mauser. Der Austausch sämtlicher Federn benötigt mehrere Wochen. Während dieser Zeit sehen die Vögel zerzaust aus und können schlechter fliegen, da auch die Flügelfedern erneuert werden. Deswegen verbergen sie sich so gut wie nur möglich, um Feinde nicht auf sich aufmerksam zu machen. „Dabei entsteht leicht der Eindruck, die Vögel seien einfach verschwunden“ so Biologe Eppler. Wer seinen Garten vogelfreundlich gestaltet, bietet den gefiederten Nachbarn also nicht bloß natürliche Futterquellen, sondern auch die nötigen Rückzugsräume für diese sensible Zeit.

 

Auch das veränderte Nahrungsangebot im Spätsommer trägt dazu bei, dass die gewohnten Gartenbesucher scheinbar verschwinden. Denn jetzt gibt es reichlich reife Früchte und Samen. Genau das Richtige, um sich für den Winter oder den Zug Richtung Süden ein bisschen Speck anzufuttern. „Viele Vögel verlassen daher ihr Nistgebiet und ziehen dorthin, wo sie die besten Futterquellen vorfinden“ berichtet Eppler. Amseln und Singdrosseln suchen dann gerne die Stellen mit einem reichen Angebot an Früchten oder Beeren auf. In landwirtschaftlich geprägten Gebieten fliegen Spatzen und andere Finken zum Festschmaus hinaus auf die Felder, wenn es dort vor der Ernte einen Überfluss an Getreide und nach der Ernte leckere Reste gibt. Auch die Meisen verlassen ihre Reviere, wenn die Jungen flügge sind. Sie ziehen im Spätsommer im lockeren Familienverband außerhalb ihrer Brutreviere umher. Kein Wunder also, dass viele Gärten auf einmal wie leergefegt wirken! Selbst in Städten werden Spatzen und Finken von jedem Stücken Erde geradezu magisch angezogen, wenn sie dort eine größere Menge an Grassamen erwartet. Erst mit den Herbstfrösten kehren die Vögel wieder in größeren Zahlen in unsere Gärten zurück.

 

Die NABU-Vogelwelt-App: www.NABU.de/vogelwelt

Tipps für einen vogelfreundlichen Garten: www.nabu.de/vogelgarten

 

Quelle: NABU Landesverband Hessen e.V. 

TV - Tipp

Anlässlich des 10. Jahrestags der Fukushima-Katastrophe zeigt ZDFinfo am 4. März um 20.15 Uhr

 

Das Fukushima-Drama - Tsunami, Störfall, Langzeitfolgen

10 Jahre nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima macht sich das Reporter-team ein Bild von der Lage auf dem zerstörten Kraftwerksgelände und trifft Menschen, die in die ehemalige Sperr-zone zurückgekehrt sind. Japans erklärtes Ziel, so viel Land wie möglich wieder bewohnbar zu machen, ist nur mit gigantischem Aufwand möglich.

 

Fukushima wirft auch weitergehende Fragen auf: Ist Atomkraft grundsätzlich zu riskant? Soll gerade das erdbeben-gefährdete Japan daran festhalten?
Um das Land bis 2050 klimaneutral zu machen, plant Ministerpräsident Suga einen weiteren Ausbau der Atomkraft.

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DVD - Tipp

THE GREAT GREEN WALL
 

Am 26. März 2021 veröffentlicht Welt-kino Jared P. Scotts THE GREAT GREEN WALL auf DVD und digital. Der mehrfach preisgekrönte Dokumentar-film begleitet die charismatische Sängerin Inna Modja auf ihrer Reise entlang Afrikas „Grüner Mauer“, einem Landstreifen quer über den Kontinent, der Stück für Stück mit Bäumen bepflanzt werden soll. Der Film feierte seine Weltpremiere bei den Interna-tionalen Filmfestspielen von Venedig. 

Es ist eines der ehrgeizigsten Klima-Projekte der Welt: Quer über den afrikanischen Kontinent wird ein 8.000 Kilometer langer Gürtel aus Bäumen gepflanzt, der die Ausbreitung der Wüste aufhalten und Millionen von Menschen Nahrung, Arbeitsplätze und eine Zukunft bringen soll. Entlang dieser noch lückenhaften grünen Mauer reist die malische Sängerin Inna Modja zu den Menschen im Senegal, in Mali, Nigeria und Äthiopien. Sie spricht mit ihnen über ihre Ängste, Träume und Hoffnungen in einer Sprache, die schon immer die afrikanische Kultur bestimmt hat: der Musik. So entspinnt der Film in einer kollektiven melodischen Collage den Soundtrack der „Great Green Wall“. In seinem Dokumentarfilm erzählt Jared P. Scott eine Geschichte von Optimismus, Solidarität und Entschlos-senheit und offenbart eine neue afrikanische Generation, die bereit ist, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und dem Klima-wandel den Kampf anzusagen. Der Film entstand mit Unterstützung der Vereinten Nationen.

TV - Tipp

Naturdoku-Highlights bei ServusTV Deutschland

Mittwoch, 03. März, um 20:15 Uhr: Terra Mater: Fisch zum Frühstück – Die Welt der Otter

© Doclights Naturfilm

Es gibt 13 verschiedene Otter-Arten auf dieser Erde. Riesenotter werden dreimal so groß wie die hierzulande heimischen Fischotter und gelten als die herrschenden Raubtiere in den eng gewundenen Flusssystemen des Amazonasbeckens. Nicht mal von einem Kaiman lassen sie sich sonderlich beeindrucken, denn im Familienclan sind sie wehrhaft, stark und sehr erfolgreiche Jäger.

 

Mittwoch, 10. März, um 20:15 Uhr: Terra Mater: Großstadtfüchs

© Roland Gockel

Füchse sind wahre Überlebenskünstler und in allen Regionen der Erde zu Hause. Inzwischen sind die klugen Tiere auch in unseren Städten heimisch geworden. Für diese Großstadtfüchse ist das Benutzen von Zebrastreifen so normal wie das Schlafen unter Bürocontainern. Nahrung ist genug für alle da, die Streifgebiete sind klein und Jäger haben sie hier nicht zu fürchten.

 

Mittwoch, 17. März, und Mittwoch, 24. März, um 20:15 Uhr: Terra Mater: Die Reise der Eisbären

© Getty Images / Alexey Seafarer

Die zweiteilige Dokumentation „Die Reise der Eisbären“ erzählt die bewegende Geschichte der mächtigsten Raubtiere des Nordens über den Verlauf eines Jahres. Der Eisbär-Scout Dennis Compayre entführt den Zuschauer in eine Welt voller Kälte, Härte und Unerbittlichkeit – doch Dennis‘ langjährige Liebe zu den Eisbären verleiht den Filmen ihre eigene Intensität und Wärme.

 

Mittwoch, 31. März, um 20:15 Uhr: Terra Mater: Die Jahreszeiten – Der Frühling

© ServusTV/ Terra Mater

Der Frühling ist die Jahreszeit mit dem größten Einfluss auf die Bewohner der gemäßigten Breiten. Doch dieser natürliche Umbruch präsentiert sich überall auf der Welt auf völlig unterschiedliche Weise: Von den endlosen Blumenmeeren Südafrikas bis zu Milliarden Schmetterlingen, die jeden Frühling in Mexikos Wäldern gleichzeitig zum Leben erwachen.

Wilde Zeiten – 10 Jahre Terra Mater

Am 07. April um 20:15 Uhr strahlt ServusTV Deutschland eine exklusive Jubiläumssendung zum zehnjährigen Bestehen von Terra Mater aus

© Terra Mater / Beverly Joubert

Ein Jahrzehnt lang hat Terra Mater jede Woche die spektakulärsten Geschichten über die wildesten Orte der Welt erzählt, die größten Rätsel und faszinierendsten Zusammenhänge der Natur erforscht und unseren Planeten in seinen schönsten Formen und Farben porträtiert. Ob stockdunkle Höhlen voller Elefanten oder banges Warten auf Nachschub fernab der Zivilisation, Aug‘ in Aug‘ mit wilden Raub-tieren oder halsbrecherische Flugauf-nahmen – in den vergangenen zehn Jahren standen die Terra Mater-Filmer nur allzu oft vor großen Herausforderungen.

Stellenangebote

Im Rahmen des Projektes „IGAMon-Dog“ (Hundehalter*innen unterstützen die Suche und eindeutige Bestimmung von Vorkommen invasiver Pflanzen- und Tierarten) wird derzeit eine Stelle ausgeschrieben.  Dabei handelt es sich um eine Projektstelle zur Koordination .

 

Unabhängiges Institut für Umweltfragen (UfU)

https://www.ufu.de/ueber-uns/jobs/

ÖKO-LOG Freilandforschung sucht Verstärkung für ihr Team zur Habitat-modellierung und dem Projektmanage-ment in Bezug auf Säugetiere.

ÖKO-LOG Freilandforschung

Säugetiere/GIS/Habitatmodellierung

Online Fortbildung

Geheime Welt der Bienen

4. März 2021 | NAH | Wetzlar
19:00 - 21:00 Uhr
 
Bienen arbeiten zusammen und mit-einander. Gemeinsam bilden sie das Bienenvolk. Einiges weiß man bereits über diesen „Schlüsselorganismus im Naturhaushalt“. Anderes liegt nach wie vor im Dunkeln. Der Vortrag beleuchtet eine Reihe ganz unterschiedlicher, fas-zinierender Aspekte – zum Beispiel den Wabenbau, die Nestklimatisierung im Sommer und Winter oder die Flugak-tivität während einer Sonnenfinsternis.
Programm & Anmeldung
N143-2021_Geheime Welt der Bienen.pdf
PDF-Dokument [145.4 KB]

Empfehlenswert

Meere, Wälder, Klima -

Wie sich die Welt verändert  

2020: ein Jahr der Extreme. Die welt-weite Corona-Pandemie hält uns in Atem. Doch es gibt mehr, dass das gesamte Leben auf der Erde bedroht. Waldbrände, Hitzerekorde, schmelzen-de Polkappen, ... - extreme Wetterer-eignisse sind inzwischen an der Tagesordnung. Wir laden zum spannenden Vortrag mit Dr. Thomas Henningsen ein. Der einstündige Livestream fand am 12.11.2020 statt und ist weiterhin auf Youtube zu sehen:

Neuerscheinung

GRENZENLOS

Begegnungen am Grünen Band

Das Grüne Band reicht vom Dreiländereck bei Hof bis zur Ostsee. Es ist ein Mahnmal und Friedensprojekt. Der Dreiklang aus Naturschutz, Grenzgeschichte und Kultur macht es einzigartig. Dort wo sich zu Zeiten des Kalten Krieges feindliche Armeen aufgerüstet gegenüberstanden, darf sich seit dem Herbst 1989 die Natur entfalten. So wurde aus dem ehemaligen Todesstreifen eine Lebenslinie. 

Mehr Infos
Grenzenlos Flyer.pdf
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#NaturparkLust - Ferien-Erlebnisse vor der Haustür

 

Für Erholungs- und Abenteuer-suchende, die die bevorstehenden Ferienwochen noch nicht verplant haben oder zu Hause bleiben möchten, bieten Naturparke spannende Aus-flugstipps. Hier gibt es beste Voraus-setzungen für einen nachhaltigen und naturerlebnisorientierten (Kurz-)Urlaub in der Heimat, sodass Natur-Entdecker voll auf ihre Kosten kommen. [>>>mehr]

Nah dran – Der Nationalpark Harz ist eines von 22 „Fahrtzielen Natur“

 

Urlaub in Deutschland liegt im Trend. Das Buch lädt ein, die heimischen Naturschätze umwelt- und klima-schonend zu entdecken. Die Porträts werden ergänzt durch Informationen zur nachhaltigen Anreise und der Mobilität vor Ort, die eine komfortable Reiseplanung ermöglichen. Zusätzlich bietet ein herausnehmbarer Faltplan eine Übersicht aller deutschen Fahrtziel Natur-Gebiete. 

Wandern im Geiste und
lokalen Handel stärken
 
Derzeit sind Wanderreisen nicht mög-lich. „Im Geiste“ dagegen sind sie eine bunte Abwechslung im grauen Corona-Alltag. Wer dabei auf den schönsten Wegen Deutschlands wandeln will, sollte sich den Bildband „Wanderbares Deutschland“ besorgen. Das fulminante Werk mit packenden Fotos bietet neben tollen Beschreibungen der Wege auch jede Menge Informationen zum Thema Kulinarik. Das weckt Wandersehnsucht.
 

Veranstaltungen

(c) NABU
NABU Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle
 
Blumberger Mühle 2 | 16278 Angermünde

Naturschutz-Akademie Hessen

Trotz anhaltender Hygienevorschriften und gewisser Beschränkungen aufgrund des Coronavirus bietet die NAH in Wetzlar einige interessante Veranstaltungen an.

Datenschutz-Info.pdf
PDF-Dokument [89.3 KB]

Weitere Informationen 
http://www.na-hessen.de

(c) Kees van Surksum | Kurverwaltung Wangerooge

Nationalpark-Haus Wangerooge 

Bei zahlreichen spannenden Veranstaltungen lässt sich die Insel Wangerooge unter naturkundlichen Aspekten entdecken.

Das Programm ist in gedruckter Form oder auf www.nationalparkhaus-wangerooge.de als PDF erhältlich.

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Telefon: 06184 –  99 33 797

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Aktualisiert am:

02. März 2021

 

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