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14. Oktober 2021 | Weißstorchbilanz 2021

 

NABU: Bestandsentwicklung weiter positiv

 

Erneuter Anstieg bei den Nestpaaren - Gleichstand bei den flüggen Jungen

 

Hannover. Seit 1970 kümmern sich Weißstorchbetreuer und -betreuerinnen flächendeckend um den Weißstorch in Niedersachsen und Bremen. Ihre ehrenamtliche Tätigkeit üben sie seit dem Jahr 2011 in der Landesarbeitsgruppe (LAG) Weißstorchschutz des NABU Niedersachsen aus. Für das Jahr 2021 haben sie die Bestandszahlen ermittelt und legen diese in ihrer Jahresbilanz vor. Das Ergebnis ist auch in diesem Jahr erfreulich.

 

In Niedersachsen/Bremen ließen sich 2021 etwa 1.550 Weißstorchpaare nieder. Darunter waren wieder auch viele Neuansiedlungen. Diese Storchenpaare brachten gut 2.300 Jungstörche zum Ausfliegen. Noch nicht mitgezählt sind dabei die annähernd 250 fütterungsabhängigen Paare im Bereich von Zoos und Vogelpflegestationen mit ihrem Nachwuchs. „Damit wurde das gute Ergebnis aus dem Jahr 2020 (1.310 Paare mit 2.300 flüggen Jungen) bei den Paaren erneut um 19 Prozent übertroffen. Die größten Zuwächse von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen dabei die Landkreise Aurich, Leer, Northeim und Osnabrück. „Dies ist der höchste Storchenbestand in Niedersachsen seit über 70 Jahren“, erklärt Hans-Jürgen Behrmann von der LAG Weißstorchschutz des NABU Niedersachsen. Setzt sich diese Entwicklung fort, kann bald sogar der Stand von 1934 (1.925 Paare in Niedersachsen) wieder erreicht werden.“ Bei den Jungen gab es trotz des Paarzuwachses keine wesentliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Es ist aber immer noch die zweithöchste Anzahl flügger Jungen in den letzten sieben Jahrzehnten. Somit hält die positive Bestandsentwicklung bei den Weißstörchen an. Niedersachsen liegt dabei voll im bundesweiten Trend und zählt mit Baden-Württemberg zu den beiden Bundesländern mit den meisten Storchenpaaren.

Die Hauptursache für den Zuwachs an Storchenpaaren ist das veränderte Zugverhalten der gen Westen in ihre Winterquartiere fliegenden Störche. Immer mehr von ihnen bleiben bereits in Spanien, wo sie genügend Nahrung in Feuchtbiotopen, Reisfeldern und vor allem auf Mülldeponien finden. Außerdem nehmen Überwinterungen bereits in Deutschland insbesondere im süddeutschen Raum weiter zu. Diese Störche kehren dann früher, in größerer Anzahl und in meist guter Verfassung zurück. Dadurch steigt die Population. Ein wesentlicher Faktor ist außerdem, dass nun die geburtenstarken Jahrgänge der letzten Jahre brutreif werden.

 

Die gen Osten ziehenden Störche brüten vor allem in den östlicheren Regionen Niedersachsens. Sie müssen weitaus längere und gefahrvollere Strecken auf dem Flug nach Afrika und zurück bewältigen und erleiden so auch größere Verluste. Die ersten Ostzieher trafen ab Mitte März ein. Durch Zugstaus in der Türkei und auf dem Balkan zog sich die weitere Ankunft bis Anfang Mai hin. Viele Westzieher hingegegen warteten in Spanien und Frankreich das Ende des Winters ab. Sie kamen, beflügelt von der dann einsetzenden warmen Luftströmung aus Südwest, ab Mitte Februar wieder bei uns an. Während der Storchensaison herrschte überwiegend feuchtkalte Witterung. Dies führte regional sehr unterschiedlich zu Verlusten insbesondere bei den Storchenjungen bis zu einem Alter von zwei Wochen. Sie starben an Lungenentzündung, die durch eine Schimmelpilzinfektion (Aspergillose und Mucor-Mykose) der Atemwege hervorgerufen wurde. Von Brutverlusten besonders betroffen waren die Landkreise Aurich, Leer, Stade und die Grafschaft Bentheim. Im Südwesten und Süden Niedersachsens gab es weniger Verluste, der Kreis Schaumburg war der einzige, in dem in allen besetzten Storchennestern Junge groß wurden. „Insgesamt war 2021 für die Weißstörche in Niedersachsen und Bremen ein gutes Jahr“, bilanziert Hans-Jürgen Behrmann und betont: „Die Aussichten sind günstig, dass die Storchenpopulation in den nächsten Jahren weiter ansteigt, zumindest solange die Müllkippen insbesondere in Spanien zur Nahrungssuche offen sind. Daher gilt es, für die Störche und ihren Nachwuchs weiter ausreichend Feuchtgrünland mit entsprechenden Biotopen zu erhalten und darüber hinaus neu zu schaffen.“

 

Weitere Informationen zur LAG Weißstorchschutz im Netz.

 

Quelle: NABU Niedersachsen 

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sowie an zahlreichen weiteren Stellen abgeholt werden. Mehr Informationen: 

Veranstaltung 

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Ins Reich von Steinadler, Murmeltier und Co.

Online-Präsentation einer NABU-Reise in die wilden Nordalpen am 20.01.2022

Im Mittelpunkt stehen die Nordalpen mit ihren Lebensräumen im Werdenfelser Land und dem benachbarten Nordtirol und der dortigen Artenfülle in der Natur- und Kulturlandschaft. Besuchte Orte sind die Naturparke Karwendel und Tiroler Lech, Wer an der Präsentation teilnehmen möchte, kann sich hier per E-Mail anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Veranstalter der Reise ist die IfÖNN GmbH, eine Tochterfirma des NABU Niedersachsen. Weitere Infos:

www.natur-und-reisen.de

 

Eibsee © Wolfgang Ehn
Ausbildung
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Sternenparkführer/-in
UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Sternenparkführungen gehören zu den beliebtesten Angeboten im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Mittlerweile kommen Touristen aus ganz Deutsch-land eigens für die unterschiedlich gestalteten Führungen in die Rhön.

 

Um das beliebte Angebot auszuweiten, werden 20 Sternenparkführer*innen ausgebildet und zertifiziert. Organisiert wird die Ausbildung länderübergreifend von den Verwaltungen des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen in Kooperation mit dem Verein Sternenpark Rhön.

Bewerbungen bis zum 21. Januar!

Mehr Infos
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(c) NABU

NABU-Naturführer*in 2022 
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Ausbildungsreihe 2022 wahlweise als Intensivkurs oder individuell mit großer Auswahl an Wahl-Modulen buchbar. Theoretische Grundlagen werden in Online-Veranstaltungen vermittelt, Kurse finden ausschließlich im Freien statt. Online-Infoabend als Ent-scheidungshilfe am 13. Januar.

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Fotowettbewerb

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Bereits zum 29. Mal laden EuroNatur und die Zeitschrift „natur“ Hobby- und Profifotografen ein, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt Europas sowie die schönsten Landschaften in eindrucks-vollen Bildern einzufangen. 

Einsendeschluss: 31. März 2022.

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Eine Fachjury aus Vertretern von EuroNatur, "natur", der Gelsenwasser AG sowie des Fotofachgeschäfts LichtBlick kürt die ausdruckstärksten Motive von Europas Natur. Die besten Aufnahmen zieren den großformatigen EuroNatur-Wandkalender und werden mit Geld-preisen prämiert. Die Gewin-nerfotos werden zudem im EuroNatur-Magazin und in der Zeitschrift „natur" sowie auf den Internetseiten der Veranstalter veröffentlicht. 

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Neue TV Tipps

Naturdoku-Highlights bei ServusTV Deutschland 

© Thomas Behrend / Blue Planet Film / NDR Naturfilm
Mittwoch, 26. Januar, 20:15 Uhr

Terra Mater: Galápagos
Inselparadiese (3/4)
Dokumentation, erstmals bei ServusTV

In der dritten Episode Inselparadiese zeigt Terra Mater, wie die Kreuzung zweier mächtiger Meeresströmungen eine Welt erschaffen hat, auf der Pin-guine und Korallen nebeneinander leben können und auf der Jahreszeiten direkt am Äquator existieren. Galápa-gos ist eine Trauminsel, die mit ihrer Fauna und Flora zu beeindrucken weiß.

© NDR Naturfilm / Doclights / Terra Mater / Pim Niesten
Mittwoch, 2. Februar, 20:15 Uhr
 
Terra Mater: Weihnachtsinsel
Inselparadiese (4/4), Dokumentation

Mitten im grauen Winter entführt Terra Mater in vier Folgen auf die schönsten Trauminseln der Welt. Nach Galapagos folgt nun das vierte Paradies: die Weihnachtsinsel. Auf der 135 Quadrat-kilometer großen Insel im Indischen Ozean gestalten Krabben das gesamte Ökosystem. Sie kultivieren den Boden und bestimmen, was im Wald wächst.

Mittwoch, 9. Februar, 20:15 Uhr
 
Terra Mater:
Wilde Tiere an der Leine
Dokumentation, erstmals bei ServusTV

Die niedersächsische Hauptstadt Hannover ist nicht nur eine lebendige Großstadt, sondern besticht zugleich mit einer abwechslungsreichen Land-schaft im Süden der Stadt. Hier durch-quert der Fluss Leine ein Mosaik aus Wiesen und Feldern, Teichen und Wäldern und bietet an seinen Ufern zahlreichen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.

Ausstellung 

Hauhechel-Bläuling als fertig entwickeltes Insekt © Eye of Science: Nicole Ottawa und Oliver Meckes

 

Sonderausstellung im Haus der Natur
Metamorphosen. Wundersame Verwandlung im Reich der Insekten

Feldberg – Ab sofort bis Ende März 2022 zeigt das Haus der Natur die Sonderausstellung „Metamorphosen. Wundersame Verwandlung im Reich der Insekten“, die einen neuen Blick auf diese Tiere wirft: Unter dem Elektronen-mikroskop vergrößert, zeigen Bilder-paare die Verwandlung von der Larve bis zum fertig entwickelten Insekt –
der Unterschied könnte in den meisten Fällen kaum krasser sein.

Blattlauswespe, li Larvenstadium, re fertig entwickeltes Insekt © Eye of Science: Nicole Ottawa und Oliver Meckes

Öffnungszeiten "Haus der Natur" 

Dr.-Pilet-Spur 4, 79868 Feldberg: Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, in den Schulferien in Baden-Württemberg täglich. Der Eintritt  ist frei. Für einen Besuch nutzen Sie bitte das Parkhaus Feldberg. Direkt am Gebäude (hinterer Teil) steht ein Behindertenparkplatz zur Verfügung. Es gelten die jeweils aktuellen Vorgaben der Corona-Verordnung Baden-Württemberg.

Oberhausener Gasometer 

Das zerbrechliche Paradies 

Brände, Überflutungen, Dürre – in den vergangenen Dekaden hat sich die Häufigkeit von Umweltkatastrophen stark erhöht.  Doch die zerstörerische Kraft der Natur ist für den Menschen nicht neu. Zu den dramatischsten Szenarien der Weltgeschichte zählt sicherlich der Ausbruch des Vesuvs 
79 n. Chr., bei dem das antike Pompeji vollkommen unter Asche und Lava-brocken verschwand. Die verschüttete Stadt, die Opfer und das erfahrene Leid gerieten in Vergessenheit. 
Weitere Infos gibt es unter www.gasometer.de

Praktikum

Von der Uni ins UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Foto: Mechthild Winheim

In diesem Jahr absolvieren junge Menschen das Umweltpraktikum der Commerzbank beim Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V. Sie unterstüt-zen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Vereins und der Hessischen Biosphärenreservatsverwaltung bei den unterschiedlichsten Projekten – zum Beispiel beim Erstellen der neuen Ausstellung. Auch 2022 sind wieder zwei Praktikumsplätze zu vergeben.

Mehr Informationen
Umweltpraktikum Rhön.pdf
PDF-Dokument [231.4 KB]

Veranstaltungen 

Der Biber an Niers und Nette

Niederrhein. Der Naturpark Schwalm-Nette lädt am Freitag, 28. Januar, in das Naturparkzentrum Wachtendonk, Haus Püllen, Feldstraße 35 ein.
Ab 16 Uhr findet die Eröffnung einer Ausstellung über den Biber in und um Wachtendonk statt. Schüler*innen der Realschule Weitsicht haben in wochen-langer Projektarbeit Material zusam-mengetragen. Die Stationen  belegen, dass der schüchterne Baumeister zurückgekehrt ist und seine Spuren an Niers und Nette hinterlässt. Bis 18 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, sich das Projekt  zeigen zu lassen.

 

Der Besuch der Veranstaltung findet statt unter Berücksichtigung der aktuellen Coronaschutzverordnung. Abstands- und Hygieneregeln sind zu beachten. www.npsn.de 

Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle

Das neue Jahr beginnt  traditionell mit der Neujahrswanderung und dem Familientag. 2022 verspricht viele Überraschungen auf dem Gelände des NABU. Denn in diesem Jahr gibt es den Baumstumpf und das Gelände mit den artenreichen Tieren und Pflanzen bereits schon ein Vierteljahrhundert.

Wir feiern 25 Jahre Blumberger Mühle ganz groß am 18.06.2022.
SAVE THE DATE

Programm
RUNDBRIEF_Jan_2022.pdf
PDF-Dokument [676.1 KB]
Kino-Tipp

Inspiriert vom Leben seines Vaters erzählt Regisseur Edouard Bergeon mit seinem Nummer-1-Hit aus Frankreich eine universelle Geschichte der Generationen zwischen Lebensträumen und Existenzsorgen. In großen Land-schaftsbildern wirft das bewegende wie hochaktuelle Spielfilmdebüt mit einem überragenden Guillaume Canet in der Hauptrolle einen zutiefst menschlichen Blick auf die dramatischen Arbeitsbe-dingungen der Landwirte und den Preis unserer Nahrung.

Kinostart: 18. November 2021

Leitfaden Unternehmen

Ein Leitfaden, wie sich unterneh-merische Klimastrategien mit dem Pariser Abkommen vereinbaren lassen.

Leitfaden_WWF
WWF_Fit-für-Paris-Leitfaden.pdf
PDF-Dokument [2.4 MB]

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Aktualisiert am:

21. Januar 2022

 

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